Laden an einer Laterne


NOx-Block

FAQs Laden an einer Laterne

Wieso gibt es das Projekt?

Das Projekt basiert auf dem Förderaufruf des Bundesministeriums für Energie und Wirtschaft „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“. Mit dem Projekt NOX-Block haben sich die Städte Dortmund, Schwerte und Iserlohn zusammen mit den städtischen Versorgern, dem Unternehmen Ubitricity sowie den Universitäten Dortmund und Wuppertal zum Ziel gesetzt, die Stickoxidwerte im Ballungsgebiet zu verringern und Elektromobilität zu fördern.

Laden an Laternen: Fragen rund um die Technik

Warum brauche ich ein besonderes Kabel für das Laden an Laternen?

Wer elektrisch fahren will, braucht Ladeinfrastruktur. Und am liebsten würde man dort laden, wo das Fahrzeug sowieso länger parkt. In der Regel ist das dann zu Hause oder am Arbeitsplatz. Viele Orte, und dazu zählen oft Wohngebiete, sind für Anbieter von Ladepunkten jedoch wenig attraktiv – im Allgemeinen sind Ladepunkte nämlich auslastungsabhängig. Daher lohnt es sich vor allem dort Ladepunkte zu schaffen, wo mindestens 7 bis 8 E-Fahrzeuge am Tag laden. Um das zu ändern, wurde Ladeinfrastruktur von ubitricity neu gedacht: Der Ladepunkt selbst ist technisch sehr einfach gehalten. So können im Ergebnis einfach, schnell und günstig Ladepunkte geschaffen werden. Und weil sie so klein sind, können sie dann auch in bereits vorhandene Stadtmöbel eingebaut werden, wie eben Laternen. Wer dann vor seiner Haustür laden möchte, bringt jetzt einen Teil der Technik im intelligenten Ladekabel einfach mit. Und hier liegt der Vorteil wieder beim Anwohner: Nicht nur, dass jetzt Ladeinfrastruktur an Orten entsteht, an denen man sonst lange auf Infrastruktur hätte warten müssen. Er kann sich mit dem Kabel auch noch seinen Energievertrag selbst mitbringen und hier stets zu diesen Konditionen laden.

Wie finde ich denn die Ladepunkte an den Laternen?

Natürlich werden wir darüber informieren, wo genau die neuen Ladepunkte zu finden sein werden. Darüber hinaus werden die Ladepunkte in der für das Laternenladen kostenlos zur Verfügung gestellten App angezeigt. Ansonsten sind die Ladepunkte an der besonderen Farbe des Laternenmastes (grün) und an dem kleinen blauen LED-Licht an der Laterne zu erkennen.

Wie schnell kann ich an den Laternen laden?

Die Ladesäulenverordnung II sieht vor, dass an Laternen mit einem intelligenten Ladekabel mit maximal 3,7 kW geladen wird. Ist das nicht etwas wenig? In der Regel ist es das nicht. Die Laternenladepunkte richten sich vor allem an Anwohner oder Pendler, die ihr Auto für einen längeren Zeitraum parken. Wenn man am Abend nach Hause kommt, lädt, und am nächsten Morgen wieder losfährt, ist Fahrzeug in den meisten Fällen wieder vollgeladen.

Darüber hinaus gilt auch; Laden ist nicht Tanken – wenn es nicht um das schnelle Aufladen zwischendurch geht, ist es nicht nötig, währenddessen neben dem Fahrzeug zu warten. Vielmehr steht hier der Bequemlichkeitsgedanke im Vordergrund. Einfach Laden, wo man sowieso parkt. Und das günstig, einfach und darüber hinaus batterieschonend.

Kann ich mit dem Ladekabel dann auch an Laternen außerhalb Dortmunds laden?

Mit dem intelligenten Ladekabel können Sie an allen ubitricity-Ladepunkten zu Ihrem Tarif laden – innerhalb oder außerhalb Dortmunds.

Kann ich mit dem Ladekabel auch an konventioneller Ladeinfrastruktur laden?

Grundsätzlich ist das intelligente Ladekabel genauso wie ein konventionelles Kabel verwendbar, sofern die Autorisierung entweder gar nicht erst erforderlich ist, beispielsweise an einer Wallbox ohne Abrechnungsfunktion zu Hause, oder diese auf einem anderen Wege erfolgt, wie zum Beispiel mit Ihrer lokalen Ladekarte oder der von Roaming-Diensten. Hier verhält sich das intelligente Ladekabel wie jedes andere Ladekabel und die Abrechnung verläuft komplett unabhängig von Ihrem Mobilstromtarif, sodass Ihnen die Kosten nicht doppelt in Rechnung gestellt werden.

Kann das intelligente Ladekabel während des Ladevorgangs gestohlen werden?

Heutzutage sind Fahrzeuge, die mit dem Steckerstandard “Typ 2“ laden, im Standardfall mit einem fahrzeugseitigen Verriegelungsmechanismus ausgestattet. In diesem Fall ist das Kabel während des Ladevorgangs sowohl fahrzeug- als auch infrastrukturseitig fest verriegelt. Dann kann niemand das Kabel vom Ladepunkt oder vom Auto abziehen. Fahrer können den Ladevorgang beenden, indem Sie das Fahrzeug entriegeln - dann wird das Kabel zunächst am Fahrzeug und anschließend auch am Ladepunkt freigegeben. Bitte prüfen Sie also vor Verwendung des intelligenten Ladekabels (SmartCable), ob Ihr Fahrzeug über einen solchen Mechanismus verfügt. Sollte Ihr Fahrzeug einen solchen Verriegelungsmechanismus nicht besitzen oder fahrzeugseitig über eine Typ-1-Steckerverbindung verfügen, würden wir Sie in jedem Fall bitten, sich von Ihrem Auto-Händler über Sicherungsmöglichkeiten des Kabels beraten zu lassen. Sollte das Kabel aus dem Auto gestohlen werden oder sollten Sie Ihr SmartCable verlieren, melden Sie sich bitte sofort beim Kundensupport - das Kabel muss dann gesperrt werden, um sicherzugehen, dass keine Kosten auf Ihren Account gebucht werden.

Wie werden die Ladepunkte und -kabel vor Vandalismus geschützt?

DEW21 ergreift alle marktüblichen Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise verriegelte Steckverbinder zum Schutz vor Diebstahl und dem unbefugten Beenden des Ladevorgangs sowie die Verwendung von sehr robusten Gehäusen. Die Technik der Ladepunkte sind zusätzlich dadurch vor Vandalismus geschützt, dass sie vollständig in den Laternenmast integriert werden und somit nur das Outlet von außen zugänglich ist.

Wie wird Datensicherheit gewährleistet?

Sicherheit und Datenschutz der Nutzer stehen bei uns ganz vorn beim Entwickeln des Systems. Wir verwenden eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der zwischen den Komponenten eine authentifizierte Autorisierung auf Zertifikatsbasis unter Nutzung einer PKI (Public Key Infrastruktur) zum Einsatz kommt. Außerdem erfolgt die Kommunikation verschlüsselt. Die Sicherheit liegt damit oberhalb dessen, was derzeit im Bereich des Online-Banking eingesetzt wird. Das Sicherheitskonzept ist mit der Security-Arbeitsgruppe der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und führenden IT-Security Beratern entwickelt worden.

Was passiert, wenn die Mobilfunkverbindung gestört ist? Wird mein E-Fahrzeug dann nicht geladen?

Das Laden ist in solchen Fällen mit Hilfe einer nachträglichen Datenübertragung trotzdem möglich. Die Berechtigung zum Laden erfolgt über ein auslaufendes Zertifikat, das sich bei der nächsten Onlineverbindung wieder aktualisiert. Dafür muss das intelligente Ladekabel sich allerdings mindestens einmal in der Woche ins Mobilfunknetz einwählen. Am besten führen Sie Ihr SmartCable direkt im Kofferraum mit - dann ist es am wahrscheinlichsten, dass mindestens wöchentlich eine Mobilfunkverbindung hergestellt werden kann.